News, Nachrichten und Eindrücke von und um die kanarische Insel La Gomera. In meinem Buch zeige ich die Schönheit dieser Insel aus einer etwas anderen Perspektive und möchte zum Träumen und Nachdenken animieren. Weitere Infos auf: www.gomera1.de

Kanaren NEWS (El Hierro-La Palma-La Gomera)

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Montag, 13. August 2012

Dramatische Szenen im Valle Gran Rey

NEWS:
Aktuelle Aufnahme von TVE vom oberen Valle Gran Rey


13.37 Uhr - ca. 30 Häuser sollen im Valle Gran Rey abgebrannt sein. Betroffen ist auch El Guro und Los Reyes. Das obere Tal ist Sperrgebiet und es soll noch vereinzelt brennen.

12.08 Uhr - Dramatische Szenen müssen sich in der vergangenen Nacht im Valle Gran Rey abgespielt haben. Das Königstal ist ein beliebter Touristenaufenthaltsort.
Als das Feuer gegen Mitternacht den oberen Teil des Valle Gran Rey erreichte und ein Treibstofflager in Brand setzte entschloss sich der Krisenstab Teile des Tales zu Evakuieren.
Auf zwei Schiffen der Navierra Armas und Fred Olsen wurden laut Mitteilung des Gobierno de Canarias rund 900 Menschen und 90 Fahrzeugen auf dem Seewege evakuiert.
Inwieweit alle Straßenverbindungen aus dem Tal blockiert sind, vermag ich nicht zu beurteilen.
Unterstützung brachten auch zwei Seenotkreuzer die Salvamar Alpheca und Talia.
Somit sind nun über 3000 Menschen auf La Gomera evakuiert.
Nach neuesten Meldungen soll das Feuer gestoppt worden sein. Der starke Wind hätte nachgelassen. Dies wurde jedoch offiziell noch nicht bestätigt.
Die Kommentarfunktion unter dem Post ist für aktuelle Mitteilungen geöffnet.

Samstag, 17. Dezember 2011

Wie leben denn die Auswanderer auf La Gomera?

Im sonnigen Exil
Die Badische Zeitung hat unter dem Titel "Im sonnigen Exil" einen lesenswerten Artikel über das Alltagsleben von Auswanderer, deren Lebensweg und ihre jetzige Situation auf La Gomera veröffentlicht. Hier ein Auszug:

Die Kanareninsel La Gomera lockt nicht nur Urlauber, Rentner und Althippies – sondern auch Existenzgründer.
Auf der Kanareninsel La Gomera leben 22 500 Menschen – unter ihnen sind rund 500 Deutsche. Echte Hippies trifft man nur noch auf Sonntagsmärkten oder beim Sonnenuntergang in Valle Gran Rey; die meisten der ansässigen Deutschen sind Rentner. Doch es gibt auch andere, die sich auf Gomera eine Existenz aufgebaut haben. Außer den Heizkosten wurde ihnen dabei wenig geschenkt. Immerhin gehören die Kanaren zur EU – und man wäre im Notfall in acht bis zehn Stunden wieder in Frankfurt. Unser Autor hat einige der Aussiedler auf der Insel vor Westafrika besucht.                             

DER WELTENBUMMLER

Capitano Claudio alias Claus Heinrichs weiß noch genau, wie urig alles anfing. Der freundliche alte Herr sitzt in seinem Geschäft für Souvenirs und Seglerbedarf im sauber geputzten Hafenviertel von Vueltas und erzählt. Er trägt kurze weiße Haare und einen schütteren Vollbart, die Augen blitzen vergnügt im gebräunten Gesicht. Heinrichs raucht gerne Zigaretten und nimmt sich Zeit. Mit 74 Jahren ist er so etwas wie der Pfarrer der deutschen Inselgemeinde, die er mit Humor und spitzer Feder begleitet.
Denn Heinrichs ist Verleger und Verfasser des Satire-Anzeigenblatts "Der Valle-Bote", das mit 5000 Exemplaren erscheint. Das Blatt beschreibt das Paradies am Westende der Insel ironisch als den Nabel der Welt und nimmt vor allem die kleine deutsche Szene mit ihren Moden und Macken auf die Schippe. Aber auch Touristen auf Erleuchtungstrip in der Therapie-Finca ("Tanz dich frei für 3000 Euro!") oder die aktuellen Dummheiten der globalen Lokalpolitik. Dorfklatsch muss sein. "Aber wenn ich alles schreiben würde, was ich hier so erfahre, würde mir der eine oder andere die Bude anzünden", sagt der Verleger und lacht. Seinen Spitznamen "Capitano Claudio" bekam er, weil er einer der Ersten war, der Gomera-Touristen auf seiner Yacht mitnahm, um ihnen zu zeigen, was einen Wal vom Delfin unterscheidet.

Warum La Gomera? Heinrichs schmunzelt. Der gebürtige Düsseldorfer war recht erfolgreich in der Werbe- und PR-Branche tätig. "Aber so Anfang der 70er-Jahre hatte ich schon das Gefühl: Ich will das nicht mehr, dieses fremdbestimmte Wohlstandsleben – da bin ich Segeln gegangen, 13 Jahre lang. Bis ich 1985 an Gomera hängen blieb". Längst hat er eine spanische Frau an seiner Seite. .... weiterlesen